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Lightning Wallets

Lightning Wallets

Die ganze Idee von Bitcoin ist es, Vermittler aus der Gleichung zu entfernen. Vertrauenswürdige Dritte sind Sicherheitslücken.

Der Gigi

Lightning Wallets

Bitcoin und Lightning Wallets gibt es mittlerweile viele, aber was ist das richtige für mich? Ich zeige euch eins wie ihr es einrichten könnten und ich zeige euch eine Auswahl verschiedenen Wallets, damit ihr einen Überblick bekommt.

1. Lightning-Wallet – selbst verwahrt

Jetzt kennt ihr die Grundlagen und vor allem das wichtigste Wallet zur dauerhaften Verwahrung von Bitcoin – das Hardware Wallet. Für den alltäglichen Bedarf ist das jedoch nicht praktisch, insbesondere da On-Chain-Zahlungen teuer und langsam sein können. Dafür wurde Lightning entwickelt, die Skalierungslösung, die auf Bitcoin aufbaut. Auf meiner Onboarding-Seite habe ich einen Überblick über Lightning gegeben und die Möglichkeit geboten, Lightning live zu erleben. Dort verwenden wir aus Gründen der Einfachheit ein Custody Lightning Wallet, bei dem ein Service Provider die Lightning-Satoshis für mich in Lightning-Kanälen verwaltet. Ich bin also nicht der Eigentümer der Gelder, sondern es handelt sich um eine Depotlösung, bei der ich dem Anbieter vertrauen muss. Das ist bequem und einfach, birgt jedoch auch ein Risiko, da ich nur ein Anrecht auf die Bitcoin habe, sie jedoch nicht selbst verwalte.


Die Sache mit der Selbstverwahrung ist die,
dass man ähnlich wie bei den Menschenrechten erst dann erkennt,
dass man sie braucht, wenn es zu spät ist.

DARIO SNEIDERMANIS, Announcing Muun 2.0

Wie im zuvor erwähnten Onboarding-Artikel erklärt, sind Bitcoin auf Layer 2, also Lightning, nichts anderes als Bitcoin, die in einem Kanal (Channel) zwischen zwei Teilnehmern (Nodes) in einem Vertrag gebunden sind. Die üblichen Erzeuger von Lightning-Satoshis sind also die Nodes. Nodes haben oft die komplette Blockchain auf ihrer Festplatte gespeichert, müssen ständig online sein und Transaktionen verifizieren und weiterleiten. Das ist für ein Handy natürlich nicht optimal, da der Speicherplatz begrenzt ist und die meisten keine Internet-Flatrate haben. Es gibt zwar bereits Lösungen wie das Blixt Wallet, aber diese sind eher noch speziell.


Ein guter Kompromiss wurde von Phoenix und Breez gefunden. Sie bieten einen Lightning Service Provider (LSP), mit dem man sich verbinden kann. Mit der Handy-App erstellen wir ein Bitcoin-Wallet. Dafür erhalten wir bei Phoenix einen 12-Wörter Seed, den wir uns gut weglegen. Bei Breez muss man einen Cloud-Dienst angeben, und das Backup wird dort gespeichert. Ihr könnt euch jetzt eine Bitcoin-Adresse anzeigen lassen. Dorthin müsst ihr dann den gewünschten Bitcoin-Betrag transferieren, entweder vom Hardware Wallet oder direkt von dem Broker bzw. der App, wo ihr Bitcoin gekauft habt. Phoenix und Breez werden automatisch einen Lightning-Kanal zu ihrem Lightning Service Provider für euch erstellen. Da es sich dabei um eine On-Chain-Transaktion handelt und kleine Kanäle sich nicht wirklich lohnen, macht es Sinn, hier gleich einen etwas größeren Betrag auszuwählen, mindestens 50 Euro oder besser gleich 100 Euro. Die Kosten sind die gleichen, egal ob für einen kleinen oder großen Kanal.


Das Eröffnen des Kanals ist natürlich nicht kostenlos. Es fallen On-Chain-Gebühren an, und der Lightning Service Provider möchte natürlich auch etwas verdienen. Bei Phoenix bekommt ihr auch gleich etwas Inbound-Liquidität dazu. Noch einmal kurz zum Verständnis: In einem Zahlungskanal spricht man von Outbound, wenn man die Satoshis meint, die man auf seiner Seite hat, also noch ausgeben kann. Und man spricht von Inbound, wenn man die Satoshis meint, die man in dem Zahlungskanal noch empfangen kann. Der Zahlungskanal hat ja nur eine bestimmte Größe, und die Gelder liegen entweder auf meiner Seite oder auf der Seite des Kanalpartners. Schaut euch dazu einfach noch einmal die Erklärung zur Lightning-Technologie auf meiner Onboarding-Seite an.

Das war es dann auch schon. Zur Phoenix-App ist noch zu sagen, dass sie auch Splicing kann. Das heißt, der Lightning-Kanal vergrößert oder verkleinert sich automatisch, wenn Bedarf besteht. Ihr könnt das Wallet ganz normal für On-Chain- und Off-Chain-Zahlungen (Lightning) nutzen. Wenn ihr Lightning-Zahlungen innerhalb eurer Kanalgröße tätigt, also nur einen Teil eurer Outbound-Liquidität ausgebt oder nur so viel empfangt, wie ihr noch Inbound-Liquidität habt, bezahlt ihr beim Senden nur ein paar Satoshis Transaktionsgebühren für die Nodes, und das Empfangen ist sogar komplett kostenlos. Zahlt ihr an eine On-Chain-Adresse oder empfangt mehr, als ihr Inbound-Liquidität habt, wird euer Kanal automatisch angepasst. Das erfordert wiederum eine On-Chain-Transaktion und kann abhängig von den aktuellen Gebühren etwas teurer werden. Probiert es einfach aus, dabei lernt man am besten.

2. Der Einstieg in die Lightning Selbstverwahrung

Um euch den Einstieg etwas zu erleichtern, habe ich nachfolgend die wichtigen Schritte mit ein paar Bildern illustriert. Hier zeige ich, wie ihr mit der 21bitcoin App Bitcoin kauft und diese dann zum Phoenix Wallet transferiert. Die App eröffnet dann automatisch einen Lightning-Kanal für uns, und schon haben wir ein Lightning Wallet in Selbstverwahrung. Ihr könnt die Bitcoin jedoch genauso gut anderswo kaufen oder sie von einer BitBox02 zum Phoenix Wallet transferieren. Als Alternative zum Phoenix Wallet könnt ihr auch das Breez Wallet verwenden.

2.1 Bitcoin kaufen

Bitcoin kaufen ist mittlerweile recht einfach. App herunterladen, einrichten, Geld überweisen und Bitcoin kaufen. Hier als Beispiel bei 21bitcoin.app.

2.2 Eine Bitcoin Adresse in Phoenix anzeigen lassen

Um im Phoenix Wallet einen Lightning-Kanal zu eröffnen, musst du das Wallet erst finanzieren. Sicher nach der Installation von Phoenix erstmal die Seed-Wörter, damit du später das Wallet auch mal wiederherstellen kannst. Dann lass dir eine Bitcoin Adresse anzeigen. Davon merkst du dir die letzten 5 Ziffern und kopierst die Adresse in die Zwischenablage deines Handys.

2.3 Bitcoin von der 21bitcoin zu Phoenix transferieren


In der 21bitcoin App gehst du auf “Senden BTC”, fügst aus der Zwischenablage die Bitcoin-Adresse vom Phoenix Wallet ein, ergänzt den Betrag, prüfst die Adresse anhand der letzten 5 Ziffern, die du dir gemerkt hast, und bestätigst die Transaktion. Bei einigen Anbietern dauert es ein paar Minuten, bis die Transaktion wirklich an die Nodes übergeben wird, da sie die Transaktionen “batchen”, also sammeln, damit es von den Gebühren her günstiger wird. Die Nodes überprüfen die Transaktion auf Gültigkeit und leiten sie dann weiter, bis sie bei einem Miner ankommt und dieser sie dann in einem Block aufnimmt. Es kann also schon mal ein paar Minuten dauern und wenn man Pech hat, auch ein paar Stunden. Den Status deiner Transaktion kannst du zum Beispiel mit der Seite mempool.space überprüfen. Dazu fügst du einfach die Bitcoin-Adresse, die du noch in der Zwischenablage hast, auf der Seite von mempool.space ein. Wenn du von 21bitcoin eine Transaktions-ID bekommen hast, kannst du auch danach suchen lassen. Wurde die Transaktion bereits von den Nodes weitergeleitet, siehst du auf der Seite zur Adresse, ob die Transaktion noch unbestätigt ist oder bereits bestätigt wurde.

2.4 Phoenix Wallet mit Lightning Channel

Spätestens wenn die Transaktion bestätigt wurde und die Bitcoin damit versendet wurden, müsstet ihr beim Phoenix auch einen Zahlungseingang registrieren. Von dem gesendeten Betrag wird ein kleiner Teil für das Öffnen eines Lightning Channels abgezogen. Dieser Teil hängt von den aktuellen Gebühren (Fee) ab, die automatisch von Phoenix festgesetzt werden. Diese Gebühren können stark schwanken, abhängig davon, wie viele Transaktionen gerade im Mempool auf eine Bestätigung warten. Wurde der Zahlungskanal erfolgreich eingerichtet, findet ihr alle notwendigen Informationen unter “Einstellungen / Zahlungskanäle”. Ihr habt immer ein Guthaben (Outbound-Liquidität) und eine Inbound-Liquidität (Eingangsliquidität). Das Guthaben könnt ihr versenden, das ist leicht zu verstehen. Aber mit dem Begriff “Inbound” haben die meisten Menschen zu Beginn Probleme. Das liegt daran, dass es das bei klassischen Geldsystemen so nicht wirklich gibt. Zahlungen kann man bar oder per Überweisung ohne weiteres annehmen, allerdings funktioniert das bei Lightning nicht, da wir einen Zahlungskanal mit festgelegter Größe haben. Wir können das Geld in dem Zahlungskanal nur hin und her schieben – 100 zu 0, 50 zu 50, 0 zu 100 usw. – ähnlich einem Abakus. Um Geld empfangen zu können, darf ich nicht alles Geld auf meiner Seite haben. Ich kann nicht mehr als 100% aufnehmen, genauso wenig wie ich nicht mehr als 100% ausgeben kann.


Damit ihr auch in der Lage seid, direkt nach dem Eröffnen Zahlungen entgegenzunehmen, “spendiert” euch Phoenix etwas Inbound-Liquidität. Das sollten so etwa 15-20% sein. Phoenix hat euch damit kein Geld geschenkt, es ist für euch lediglich Inbound, während es für Phoenix Outbound ist, also Phoenix-Guthaben. Allerdings binden sie für euch Kapital in diesem Kanal. Sie selbst haben zunächst nichts von dem Kanal, ihr wollt doch mit Lightning bezahlen und Geld empfangen. Trotzdem übernimmt Phoenix diese Rolle, da sie durch die Gebühren Einnahmen generieren können. Wenn ihr Bitcoin über das Lightning-Netzwerk sendet, verlangt Phoenix einerseits Gebühren für das Routing, also die Gebühren, die von den Nodes für das Weiterleiten verlangt werden, aber sie behalten auch einen kleinen Teil für ihren Service ein. Ihr könnt zum Beispiel auch Inbound-Liquidität kaufen, wenn ihr mehrere Zahlungen erwartet. Jedes Splicing, also das Vergrößern oder Verkleinern eures Lightning-Kanals, erfordert Gebühren für die On-Chain-Transaktion und für den Service, dafür, dass Phoenix einen Teil ihres Kapitals – für euch als Inbound-Liquidität – bindet.

Mit diesem Wallet könnt ihr jetzt Lightning-Zahlungen im Rahmen eures Kanals senden und empfangen. Das Senden kostet etwas Gebühren, die mit dem Betrag steigen. Das Empfangen ist kostenlos. Für Privatpersonen ist der häufigste Anwendungsfall meistens eine Bezahlung. Deswegen leert sich das Wallet nach einiger Zeit. Ihr könnt es dann ganz einfach wieder mit einer On-Chain-Einzahlung auffüllen, wie ihr es gerade für die erste Finanzierung gemacht habt. Umgekehrt könnt ihr damit auch On-Chain-Zahlungen tätigen, natürlich nur im Rahmen eures Guthabens (Outbound). Dabei wird dann der Kanal neu “gespliced”, also die Größe und das Verhältnis “Inbound zu Outbound” aktualisiert. Die On-Chain-Gebührenrate wird euch vom Wallet in sat/vbyte vorgeschlagen. Die effektiven Kosten ergeben sich dann später durch die beteiligten Eingänge und Ausgänge einer Transaktion. Ihr könnt die Gebührenrate etwas verschieben. Eine höhere Rate bedeutet eine schnellere Aufnahme in einen Block, macht die Transaktion aber auch teurer. Eine niedrige Rate bedeutet eine günstigere Transaktion, sie wird aber auch später oder im ungünstigsten Fall gar nicht in einem Block aufgenommen.


Am besten lasst ihr die Gebührenrate so wie sie ist, und wenn ihr es eilig habt, erhöht sie leicht. Wenn ihr weniger bezahlen möchtet, schaut am besten auf mempool.space, um herauszufinden, wie hoch die Gebührenrate der letzten Blöcke war, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was nötig ist. Ebenfalls eine gute Orientierungshilfe bietet whatthefee.io. Generell solltet ihr diese Funktion mit Vorsicht genießen und wenn, dann immer ausreichend Gebühren (Fee) verwenden. Das Phoenix Wallet ist ein Lightning Wallet und bietet keine volle On-Chain-Funktionalität. Es kann zum Beispiel keine Transaktionen beschleunigen, da es sich um einen Lightning-Kanal handelt. Daher kann es euch unter Umständen passieren, dass eure Transaktion nicht bestätigt wird, weil die Gebühren zu niedrig sind und euer Wallet damit blockiert wird. Nutzt für On-Chain-Zahlungen lieber ein Wallet, das darauf spezialisiert ist, wie zum Beispiel BlueWallet, Zeus oder auf dem Desktop das Sparrow Wallet. Für gelegentliche Transaktionen zur Bezahlung an eine On-Chain-Adresse oder um das Phoenix Wallet zu entleeren, also um wieder Inbound-Liquidität zu erhalten, ist es jedoch in Ordnung die On-Chain-Funktion des Phoenix Wallet zu nutzen, solange ausreichende Gebühren bezahlt werden. Ein ausführliche Video zum Phoenix Wallet wurde auch vom Helper erstellt, ihr findet es hier.

3. Übersicht Bitcoin und Lightning Wallets

Das ist eine Sammlung von möglichen Bitcoin- und Lightning-Wallets, die ich selbst hin und wieder verwende oder mit denen ich experimentiere. Sie ist bei weitem nicht vollständig und soll lediglich einen grundlegenden Überblick bieten. Für genauere Informationen solltest du selbst recherchieren.

WalletKommentar
walletofsatoshi.com
WoS (Wallet of Satoshi) ist ein Custody (in Gewahrsam) Lightning-Wallet, bei dem man nicht der Besitzer der Gelder ist und ein gewisses Vertrauen in den Anbieter haben muss. Es handelt sich um ein einfaches und gutes Wallet, das immer funktioniert. Es eignet sich gut für kleine Beträge, die schnell genutzt werden sollen.
blink.sv
Blink ist ebenfalls ein Custody Lightning-Wallet. Ursprünglich hieß es mal “Bitcoin Beach Wallet”. Es ist etwas komplizierter als WoS, bietet jedoch auch einige interessante Funktionen. Dazu gehört unter anderem ein emulierter USD-Stablecoin auf Derivate-Basis, von dem der Nutzer nichts merkt und soweit ich weiß auch nicht bezahlen muss. Daher ist es sehr beliebt in Ländern, in denen sich die Menschen die hohe Volatilität von Bitcoin nicht leisten können. Es eignet sich auch gut für kleine Beträge.
bluewallet.io
Das BlueWallet war früher einmal ein Custody Lightning-Wallet, hat jedoch den Lightning-Service eingestellt. Das Wallet verfügt dennoch über interessante Funktionen. Mit der App können mehrere Wallets verwaltet werden. Zum Beispiel ein Bitcoin On-Chain Wallet, für das man einen 12-Wörter-Seed erhält. Wenn man das Wallet auffüllt und die 12 Wörter auf eine Geburtstagskarte schreibt, hat man ein nettes Geschenk. Der Empfänger muss lediglich die BlueWallet herunterladen und die 12 Wörter eingeben, um das Wallet wiederherzustellen. Man kann damit einzelne Bitcoin-Adressen und sogar ganze Xpubs (Extended Public Keys) importieren und die Wallets als “Watch Only” verwalten. Auch QR-Codes von Paperwallets können damit importiert und die Bitcoin komplett transferiert werden. Wer möchte, kann damit sogar andere Nodes und Wallets per LNDHub verbinden oder ein Multisignatur-Wallet erzeugen.
bitaddress.org
Ein Paperwallet-Generator wird hier der Vollständigkeit halber erwähnt, da es kein Wallet für Einsteiger ist, aber dennoch interessant zu wissen. Früher wurde es gerne genutzt, um die Schlüssel “kalt” zu lagern, bevor es Hardware Wallets gab. Während des Erstellens eines Paperwallets kann man jedoch viel falsch machen, und man sollte davon ausgehen, dass fast alle Wallet-Generatoren im Internet Scams bzw. Betrug sind und versuchen werden, die Gelder zu stehlen. Das Paperwallet hat jedoch auch etwas Gutes: Es demonstriert anschaulich die Funktion von Bitcoin mit öffentlichen und privaten Schlüsseln. Der Public Key ist quasi die Adresse, zu der die Bitcoin transferiert werden, und der Private Key ist der Schlüssel, mit dem man nachweisen kann, dass einem die Bitcoins auf der Adresse gehören und man berechtigt ist, diese zu transferieren. Mit einer Webseite könnt ihr ruhig mal ein Wallet erzeugen und ausdrucken, dann seht ihr, was ich meine. Solche Wallets können gut für kleine Geschenke mit einem Wert von vielleicht vielleicht 20 Euro verwendet werden. Allerdings ist immer ein hohes Risiko damit verbunden, denn das sichere Erstellen eines Paperwallets ist nicht ganz einfach. Ihr solltet einen sauberen Computer haben, das offline tun, die richtige Software (von GitHub, seit 8 Jahren unverändert) verwenden und auch in der Lage sein, das zu überprüfen (Authentizität und Integrität). Dann müsst ihr das Wallet noch drucken und alle Spuren verwischen. Zu guter Letzt solltet ihr daran denken, dass ihr die Schlüssel auch wieder importieren müsst, zum Beispiel mit BlueWallet. Passt also auf, dass ihr nicht auf ein Fake-Paperwallet oder Fake-BlueWallet hereinfallt, denn dann sind eure Gelder auch weg.
phoenix.acinq.co
Das Phoenix Wallet ist ein Self-Custody (Selbstverwahrung) Lightning Wallet, das auch Bitcoin On-Chain kann. Das Besondere an diesem Wallet ist das Splicing. Dabei wird der Kanal, den man zum Lightning Service Provider hat, individuell und automatisch On-Chain angepasst, falls nötig. Es ist relativ einfach in der Verwaltung und Bedienung, kostet aber etwas mehr Gebühren. Das Wallet kann man auch für etwas mehr Taschengeld verwenden, da man die Coins selbst verwahrt. Es ist jedoch immer noch ein Hot Wallet, bei dem man Gelder verlieren kann.
breez.technology
Das Breez Wallet ist wie das Phoenix Wallet ein sehr beliebtes Self-Custody Lightning Wallet. Hier bekommt man allerdings keine Seed-Wörter wie sonst üblich, sondern das Backup wird in der Cloud des Handys gespeichert. Nette Funktionen sind der “Point of Sale”, wo man eine Art Kassensystem nachbilden kann, und die Podcast-Funktion. Damit kann man Podcasts hören und Sats streamen oder boosten. Wer Interesse hat, der suche mal nach “Einundzwanzig”.
demo.lnbits.com
LNbits ist eigentlich kein Wallet, sondern ein Wallet- und Account-System auf Basis von Free and Open Source Software. Jeder kann selbst einen Server hosten und anderen ein Konto mit Wallets zur Verfügung stellen. Eine Besonderheit sind die Erweiterungen, die man optional hinzufügen kann. Der hier gezeigte Link verweist auf den Demo-Server, mit dem man LNbits testen kann. Es sollte jedoch nicht als Produktivsystem genutzt werden, da es keine Garantie für die Funktionalität oder die Gelder gibt. LNbits hat in der Tat ein gewaltiges Potenzial, daher habe ich auch in einem anderen Beitrag erklärt, wie man einen LNbits-Server aufsetzt. Der bitcoinSwitch und der Lightning-ATM verwenden LNbits im Hintergrund.
zeusln.com
Zeus ist ein mächtiges Wallet, das es Nutzern ermöglicht, das Wallet ihres Lightning Nodes fernzusteuern. Neuerdings bietet Zeus auch die Möglichkeit, ein Self-Custody Lightning-Wallet einzurichten, ähnlich wie bei Phoenix und Breez. Selbst getestet habe ich diese Funktion allerdings noch nicht.
getalby.com
Alby ist ein Internet Browser Erweiterung. Ihr fügt eurem Browser also Erweiterung hinzu für dessen Login in ihr ein Email braucht und ein Passwort vergeben könnt. In dieser Erweiterung Alby ist eine Internetbrowser-Erweiterung, die es Nutzern ermöglicht, verschiedene Funktionen direkt über ihren Browser zu nutzen. Nachdem ihr die Erweiterung installiert habt, könnt ihr euch mit einer E-Mail-Adresse und einem Passwort anmelden. Innerhalb der Erweiterung könnt ihr mehrere Accounts erstellen und verwalten. Diese können beispielsweise mit eurem Node, einem BlueWallet oder einem LNbits Wallet mit LndHUB verbunden werden.
Des Weiteren bietet Alby ein eigenes Lightning Wallet an, für das ihr einen Einladungslink erfragen und euch anmelden müsst. Ein großer Vorteil von Alby ist die nahtlose Integration in den Browser. Mit nur einem Klick könnt ihr Lightning-Zahlungen tätigen, euch mit eurem Wallet auf Webseiten anmelden oder sogar ein Nostr Private/Public Key-Paar erhalten und euch bei Nostr-Clients anmelden.
LightningTipBot
Der LightningTipBot ist eine Lightning Wallet mit einer Lightning-Adresse, die über Telegram zugänglich ist. Nutzer interagieren mit einem Bot, der Befehle entgegennimmt und in Telegram-Gruppen bestimmte Aufgaben erfüllen kann. Es handelt sich um ein Custody-Wallet, das für kleinere Beträge gedacht ist. Sobald man mit den Funktionsweisen und Befehlen vertraut ist, ist die Bedienung relativ einfach. Allerdings ist der Bot nicht intuitiv zu verstehen und erfordert eine gewisse Einarbeitung.
specter.solutions
Ein Multifunktions-Desktop-Wallet für On-Chain Bitcoin, das sich besonders gut für Multisignatur-Wallets eignet, ist Specter. Es bietet auch DIY (Do-it-yourself)-Hardware-Wallets an.
sparrowwallet.com
Ein weiteres Desktop-Wallet, das viele Optionen bietet und es ermöglicht, eine Vielzahl von Informationen anzuzeigen, ist Electrum. Es eignet sich sehr gut als erstes Desktop-Wallet, um ein Verständnis dafür zu bekommen, wie On-Chain-Transaktionen funktionieren.
blixtwallet.github.io
Das BlixtWallet ist ein sehr spezielles Wallet mit einem echten Lightning-Node und eigenen Kanälen auf dem Handy. Dadurch hat man quasi absolute Souveränität. Allerdings muss man dabei auch wissen, was man tut. Der Seed reicht nicht zur Wiederherstellung der Gelder in den Kanälen. Dazu braucht man noch das Static Channel Backup, das man separat sichern muss. Es ist also noch nichts für Einsteiger.
aquawallet.io
Ein relativ neues Wallet von Blockstream ist das Green Wallet. Es handelt sich um ein Bitcoin-, Lightning- und Liquid-Bitcoin-Wallet. Das bedeutet, es bietet Unterstützung für On-Chain-Bitcoin-Transaktionen, Liquid-Bitcoin (Bitcoin auf der Liquid Sidechain) und ein spezielles Wallet für das Senden und Empfangen von Lightning-Zahlungen. Allerdings handelt es sich hierbei um kein Custody-Wallet, und es gibt auch keine eigenen Lightning-Kanäle. Stattdessen wird bei jeder Transaktion zwischen Lightning und Liquid Bitcoin ein Swap durchgeführt. Dies funktioniert recht gut, ist aber für Kleinstzahlungen nicht geeignet und auch recht teuer. Ab Zahlungen von 50 Cent oder 1 Euro wird es langsam interessant. Der Vorteil besteht darin, dass die Gelder immer On-Chain auf der Liquid Sidechain liegen und dass sie mit einem Seed gesichert sind.
minibits.cash

enuts.cash
Minibits und eNuts sind zwei recht junge und noch experimentelle eCash Wallets auf Basis von Cashu, einer Münze für Chaumian eCash. Das eCash sind Token in Form von Dateien. Das hat erstmal nichts mit Bitcoin und Lightning zu tun. Die Münzstätten (Mints), die die Token ausgeben und wieder einlösen, funktionieren im Prinzip auch ohne Lightning. Da ein eCash Token ja nichts anderes als eine Textdatei ist, können die Nutzer das eCash auch über andere Medien tauschen. Wofür Lightning jedoch verwendet wird, ist der Ein- und Ausstieg in das eCash System und vor allem der Austausch von unterschiedlichen Münzstätten. Bezahlt ein Nutzer A einen Nutzer B mit eCash Token der Münzstätte A und löst diese dort ein, wird der Gegenwert über Lightning zur Münzstätte B transferiert, und diese gibt dem Nutzer B dann die entsprechende Anzahl an eCash Token. Das Ganze ist sehr vielversprechend, steckt aber noch in den Kinderschuhen. Ihr könnt gerne mal ein paar Cent in eCash umwandeln und euch die Token von einem Wallet zum anderen übergeben, um damit eine Zahlung nachzubilden. Aber denkt dran, die Token werden immer auf dem Gerät gespeichert, und wenn man selbst kein manuelles Backup macht, können die Gelder auch verloren gehen.
Die Technologie der eCash Token wird auch bei Fedimint verwendet. Die Münzstätten nennen sich föderierte, da nicht einer die Entscheidung über die Gelder der Münzstätte hat, wie bei Cashu, sondern eine Gruppe, die mit einem Multisignatur-Wallet, z.B. 3 aus 5, die Gelder bewegen kann
bitbox.swiss
Die Bitbox02 darf natürlich nicht fehlen. Es ist auch ein Bitcoin-Wallet, allerdings nur für On-Chain-Transaktionen. Zum Transferieren der Coins benötigt man immer das Hardware Wallet. Die Software dazu läuft auf Mac/PC oder als Android-Handy-App. Es ist die sicherste Methode, Bitcoin zu verwahren.


Der Besitz von Bitcoin ist eine der wenigen asymmetrischen Wetten,
an denen Menschen auf der ganzen Welt teilnehmen können.

Vijay Boyapati

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